Katholische Kirche Aesch Birmensdorf Uitikon

Damit sie das Leben haben und es in Fülle haben



Kolping Mütter Dairy - www.kisumu.org


 Von H. Murray 

  

Eine der ungelösten ernsten Herausforderungen, der Kenia seit Mitte der 80er Jahre entgegensieht, ist das hohe und steigende Armutslevel - geschätzt auf 56% im Jahr 2000 und nun über 60% im District Nyanza, d.h.. Familien leben von weniger als einem Dollar pro Tag. Der Trend ist im Wachsen aufgrund der schlechten ökonomische Wandlung des Landes. Als Antwort auf obige Herausforderung entwickelten Kolping Frauen ein Milch-Projekt, das zurückgeht auf 2002 als durch die Unterstützung der Schweizer Pfarrei Milchkühe für die Produktion von Milch bereitgestellt wurden, um sowohl als Ernährungsgrundlage wie auch als Einkommensbasis zu dienen. Das Milchprojekt war gedacht als direkter Weg der Bekämpfung von Armut und ernährungsbedingten Krankheiten auf Familienebene, wobei ein Teil der produzierten Milch von den Kindern verzehrt werden sollte, um die Ernährung zu gewährleisten, und der übrige Teil verkauft werden sollte, um Geld für die Bedürfnisse der Familie einzubringen.

  

Einige Anfangsschwierigkeiten waren: 

Mangel an ausreichender Tierkrankheitskontrolle. 

Mangel an ausreichender Kenntnis in Haltung von Milchkühen im Vergleich zu bisher gehaltenen traditionellen Arten. 

Umgang und Verkaufsstrategien für produzierte Milch unter Berücksichtigung dessen, dass Milch ein hochverderbliches Lebensmittel ist. Eine Anzahl Familien „verloren“ (= verkauften unterwegs) die Milch bevor sie den vorgesehenen Markt erreichten. Das Resultat war, dass die Familien nie entsprechendes Geld für ihre Bedürfnisse erhielten. 

  

Punkt 1 + 2 sind durch Erfahrungen und Monitoring verbessert. Aufgrund von Punkt 3 wurde der Vorschlag einer Kühleinheit an einem zentralen Ort gemacht, wo Milch geliefert und den Kunden verkauft werden sollte, ohne dass sie schlecht würde. Mit diesem Ziel vor Augen wurde die Kühleinheit durch die Initiative von Petra und Thomas und die Assistenz der Schweizer Pfarrei angeschafft und am gegenwärtigen Ort Bondo eingerichtet. 

 

Die Milch wird hierher geliefert aus Alego/Gem in Siaya Distict und Yimbo Sakwa Uyoma Asembo im Bondo District. Die Anschaffung und Einrichtung der Milchkühleinheit wurde fertiggestellt im April 2005 und ist seither ohne irgendwelche technischen Probleme in Betrieb, ausser gelegentlichen Stromausfällen, was sehr üblich ist in Bondo. Doch dieses Problem ist unter Kontrolle durch Gebrauch eines Stand-By-Generators. Die Einheit erhält Milch auf Tagesbasis wie in der monatlichen Statistik ersichtlich. Der Bericht der Milchlieferung zeigt einen Aufwärtstrend, in der Hoffnung dass das weiterhin steigt. Die Milch wurde vermarktet und verkauft auf Tagesbasis, was Einkommen bringt für die Familien und ebenso einen kleinen Profit für die Einheit nach Abzug der Unterhaltskosten. Im Ganzen zeigt die Einkommens- und Ausgabenstatistik einen steigenden Trend, aber mit sehr wenig Profit, der für den Ausbau der Einheit genutzt werden könnte. Es müsste die Einheit ausgebaut werden, um andere Dienstleistungen und Produkte anbieten zu können um mit anderen Mitspielern in der Milchindustrie mithalten zu können. Wenn dies erreicht ist, wird das Einkommen für die Familien wachsen, da einige fertige Produkte auf dem Markt mehr erzielen.

  

Einige Ziele, die erreicht wurden durch die Kühleinheit: 

- Milchverlust der Familien durch schlechte Aufbewahrung wurde erheblich reduziert.

 - Arbeitslosigkeit wurde vermindert und neue Stellen geschaffen

 - Mehr Familien können sich nun leisten, Milch zu trinken, da die Einheit Milch in kleinen Mengen ab ¼ Liter zu einem erschwinglichen Preis verkauft (ca 1/3 des Ladenpreises und noch dazu Vollmilch!)

 - Das Gesamteinkommen der Familien ist zu einem gewissen Grad gestiegen

 - Die Qualität der Milch, die in der Öffentlichkeit verkauft wird, hat sich verbessert, weil die meisten Leute nun ihre sorgsam behandelte und aufbewahrte Milch direkt vom Kühler kaufen.

 - Der Zins (die Milchgebühr) der Kenia-Mich-Gesellschaft wurde einfach gemacht und verlässlich für die Entwicklung der Milchindustrie.

  

Probleme, die gegenwärtig Aufmerksamkeit fordern: 

- Bedarf an mehr Hochleistungs- und krankheitsresistenten Milchkühen, um mehr Milch bereitzustellen, damit die Einkommensbasis gesichert ist und steigende Ausgaben aufgefangen werden können. Gegenwärtig können die Kühe nur 50% der Nachfrage decken. Daher muss Milch von anderen Lieferanten in Kisumu zugekauft werden.

 

- Mangel an genügend Arbeitskapital, um zu gewährleisten, dass sie Farmer rechtzeitig bezahlt werden können. Man beachte, dass eine beträchtliche Menge auf Kredit an Institutionen (Spitäler/Hotels) verkauft wird, d.h. die Zahlungen verzögert eintreffen.

 - Bedarf an einem grösseren StandbyGenerator, um die Energieversorgung zu stabilisieren und die lange Lebensdauer der Milch im Kühler zu sichern.

 - Evtl. Maschinerie und Ausstattung um die Verpackung von Milch und anderen Produkten aufzustarten.

 - Ausbildung von Personal in moderner Milchtechnologie.

  

Das Projekt hatte die Unterstützung und freiwilligen Dienst vieler Personen!

 


Weitere Infos: 

www.kisumu.org


(Übersetzt von PL)