Katholische Kirche Aesch Birmensdorf Uitikon

Damit sie das Leben haben und es in Fülle haben



Damit sie das Leben haben 

und es in Fülle haben


Einleitung

Damit wir das Leben haben und es in Fülle haben, ist Jesus in die Welt gekommen. (Joh 10,10) Jesus Christus ist das primäre "Leitbild" jeder Pfarrei.Das folgende Leitbild unserer Pfarrei will aufzeigen, wie unsere Pfarrei das Leben füllen, dem Leben dienen und so Nachfolge leben möchte.



Ein Leitbild drückt Grundsätze aus, die von vielen Pfarreimitgliedern für die nächste Zukunft als wichtig angesehen werden und die für die Pfarrei richtungweisend sein sollen. 

Diese Grundsätze werden von den hauptamtlich Seelsorgenden mitgetragen. 

Es handelt sich um die wesentlichen Ziele der Pfarrei unter Berücksichtigung der drei Pfeiler Liturgie, Verkündigung und Diakonie.

Das Leitbild schafft Grundlagen für notwendige Massnahmen und auch Anreiz zum Mitwirken in der Pfarrei.

Unsere Pfarrei heute

Die ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden bilden zusammen mit dem dreiköpfigen Seelsorgeteam das Rückgrat der Pfarrei.

Mit zwei Kirchenzentren, St. Michael in Uitikon und St. Martin in Birmensdorf sind gute Raumverhältnisse für ein lebendiges Pfarreileben gegeben.

Im Pfarreispiegel sind die gegenwärtig bestehenden Gremien, Kommissionen und Gruppen der Pfarrei aufgelistet. 

Die Gremien bilden Kirchenpflege, Rechnungsprüfungskommission, Kirchenstiftung und Pfarreirat.

Im weitern stellt die Kirchgemeinde eine Vertretung in die Synode. 

Zu den Kommissionen und Projektgruppen zählen die Kunstkommission, die Musikkommission, die Keniagruppe. 

Zu den Pfarreigruppen gehören die Ministranten, der Club Chicago, das Seniorenbesuchsteam, die Lektorengruppe, die Liturgiegruppe, der Ad-hoc Chor, das Apéroteam und die Raclettegruppe. Wichtig sind auch das Katechetinnenteam, das HGU (Heimgruppenunterricht)- und das El-Ki-U (Eltern-Kind-Unterricht)-Team, die Organistinnen und Organisten. 

Schliesslich existieren folgende ökumenische Gruppen: Die ökumenische Arbeitsgruppe, das Frauenforum Uitikon, die Suppentaggruppen Birmensdorf und Uitikon, die Weltgebetstaggruppen Birmensdorf und Uitikon, die Weihnachtsbazargruppe und die Fastengruppen Uitikon und Birmensdorf.

Zudem geschieht in der Pfarrgemeinde viel Diakonisches, das im Stillen, ohne Aufsehen, aber aus geschwisterlicher Haltung erbracht wird als Hilfe zum Leben.

 Grundsätzliche Ziele

Wir verstehen Pfarrei als Gemeinschaft von katholischen Christen, die gottesdienstliches Feiern, Verkündigung der befreienden Botschaft Jesu und Dienst an Menschen in Not praktizieren und so einander zum Leben ermutigen. Dabei fühlen wir uns in die Weltkirche eingebettet.

Jesus Christus ist uns Vorbild. Wir sind überzeugt, dass wir auch in der Welt von heute menschlich leben, handeln, leiden und sterben können, weil wir in Glück und Unglück, Leben und Tod von Gott gehalten sind.

Wir sehen uns als Brüder und Schwestern in Jesus Christus, bemüht um gegenseitiges Verständnis und Achtung vor einander. Andersartigkeit erachten wir als Bereicherung, Konflikte als natürlich. Es ist unser Bestreben, auf Gewalt zu verzichten und niemanden aus der Gemeinschaft auszuschliessen.

Wir wollen nicht nur eine gut versorgte, sondern ebenso eine sorgende Gemeinschaft sein, in der wir nach Möglichkeit Verantwortung füreinander wahrnehmen, für die abseits Stehenden, Randständigen und Fremden in Not und uns gegenseitig ermutigen.

Wir pflegen einen respektvollen Umgang und eine offene Kommunikation.

 Dazu wollen wir

Toleranz üben gegenüber den verschiedenen Gruppen verschiedenen Alters, verschiedener Wertvorstellungen, verschiedener Herkunft und verschiedenen Lebensstils, ohne dabei in Gleichgültigkeit zu verfallen.

Einander zuhören, achten, ernst nehmen und akzeptieren im Bewusstsein, dass Gott nicht nur Gleichgesinnte, sondern auch die Anderen und die ganz Anderen liebt. 

Anregungen und Kritik ernst nehmen, um unseren Elan zu erhalten und neuen Bedürfnissen nach Möglichkeit gerecht zu werden.

Liturgie

"In der Liturgie vollzieht sich das Werk unserer Erlösung". (II. Vat. Konzil SC 2) Sie lässt uns inne halten im Alltag und das Leben feiernd immer neu ausrichten auf Gott. So schenkt sie in der Vergegenwärtigung des Heilsgeschehens Kraft und Mut zur Tat. In diesem Verständnis pflegen wir vielfältige Gottesdienstformen.

 Besonderen Wert legen wir auf:

Gottesdienste, die in ihrer Gestaltung besonders Kinder, Jugendliche oder junge Familien zur Mitfeier einladen, sowie Ökumenische Gottesdienste mit unserer reformierten Schwesterkirche.

Die Pflege von Traditionen und die Einübung neuer Rituale, die den ganzen Menschen ansprechen oder einzelnen Gruppierungen viel bedeuten. 

Lebensnahe, zeitgemässe Predigten, die dem Glauben verpflichtet sind und auch politische und gesellschaftliche Fragen ansprechen und die Zuhörer zum Nachdenken anregen.

Den Einbezug anderer Pfarreimitglieder, neben der Liturgiegruppe, zur Mitgestaltung sowie das aktive Mitfeiern aller. 

Eine dem Gottesdienst angepasste Umrahmung, zu der Blumenschmuck, Dekoration und liturgische Gewänder und Geräte gehören, aber auch eine gepflegte Musik, die dem Gottesdienst eine feierliche Würde verleiht.

Das Erfahren der Pfarreigemeinschaft im gemeinsamen gottesdienstlichen Feiern, in der jede und jeder willkommen ist. Dabei zeigen wir Interesse aneinander und gehen offen auf einander zu. 

Verkündigung

Verkündigung entspricht der Aufforderung Jesu: „Gehet zu allen Völkern, macht alle Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes“. (Mt 28,19)

Nebst der Glaubensunterweisung gehört zur Verkündigung auch die christliche Praxis. In diesem Sinne stehen wir alle im Dienste der Verkündigung. 

 Wegleitend sind folgende Schwerpunkte:

Die Weitergabe der frohen Botschaft beginnt im Elternhaus: Wir wollen die Eltern unter uns bei dieser anspruchsvollen und wichtigen Aufgabe unterstützen.

Ein thematisch aufeinander abgestimmtes und ineinander greifendes Religions-Kursprogramm im Heim-Gruppen-Unterricht, im Eltern-Kind-Unterricht sowie in den andern Kursgruppen, führt die Kinder während der Schulzeit in die wichtigsten Themen des christlichen Glaubens ein.

Es ist unser Bestreben, Formen der Verkündigung zu finden, die dem gesellschaftlichen Wandel gerecht werden. 

Alle besonders zur Verkündigung Beauftragten sollen gut ausgebildet sein und sich regelmässig und mit Engagement weiterbilden, damit sie kompetent und glaubwürdigihr Amt versehen können

Jugendliche und junge Erwachsene sollen nebst den sonntäglichen Gottesdiensten auch Freiräume haben, damit sie eigenverantwortlich ihre Formen des christlichen Glaubens finden und leben können.

Wir organisieren Veranstaltungen im Rahmen der Erwachsenenbildung, die uns Hilfe bieten bei Glaubensfragen und Glaubenszweifeln.

Auch das Pfarrblatt und andere Medien dienen der Verkündigung. Wir wollen in geeigneter Form von ihnen Gebrauch machen.

Die Frohbotschaft Jesu Christi verkündet sich leichter mit frohem Herzen und Gemüt. Wir wollen daher dem Heiteren und Frohen in allen unseren gemeinsamen Unternehmen einen hohen Stellenwert einräumen.

Diakonie

Unter Diakonie verstehen wir den Dienst am Nächsten, so wie ihn Jesus aufgetragen hat: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst". (Mt 22,39)

In unserer Pfarrei wollen wir für die Bedürfnisse aller offen sein und von Leid Betroffene aktiv suchen. Hilfe wird ohne missionarischen Anspruch angeboten. 

 Konkret heisst dies für uns:

Mit der Bildung von bedürfnisorientierten Betreuungsgruppen wollen wir situationsgerecht auf anstehende Bedürfnisse reagieren.

Durch diakonische Schwerpunkte, besondere Anlässe oder Gottesdienste halten wir die Notwendigkeit des diakonischen Dienstes in der Gemeinde bewusst und ermutigen so auch neue Helfer und Helferinnen zum Mitmachen.

Mit gemeinschaftsfördernden Anlässen auch ausserhalb der Kirche sprechen wir ganz speziell Menschen mit Hemmschwellen an.

Wir leisten als Kirchgemeinde und Pfarrei auch bewusst finanzielle Unterstützung im In- und Ausland im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe.

Ein besonderes Anliegen ist uns die Wertschätzung der freiwillig Mitarbeitenden. Wir unterstützen sie und entschädigen sie für ihre Auslagen im Dienste der Pfarrei.

Für die Verwaltungsaufgaben in unserer Gemeinde wollen wir engagierte Leute finden, die ihr Amt als Dienst an der Gemeinde mit bestem Wissen und Gewissen ausüben, indem sie die materiellen und personellen Voraussetzungen für eine optimale Seelsorgetätigkeit liefern.

Bei der Hilfeleistung wollen wir mit Behörden und gemeinnützigen Institutionen zusammenarbeiten.

Vernetzung nach aussen

In der Pfarrei erleben wir Kirche hautnah. Hier ist uns der nahe, der gesagt hat, "Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, bin ich mitten unter ihnen". (Mt 18,20) Kirche aber endet nicht hier. Weil wir wissen, dass wir aufeinander angewiesen sind, wollen wir mit unsern Nachbarpfarreien, den Schwesterkirchen und unsern politischen Gemeinden zusammen arbeiten und uns auch öffnen im Rahmen des Bistums und der Weltkirche.

 Das heisst für uns:

Wir halten das Bewusstsein wach, dass wir mit Einzelnen, aber auch mit ganzen Gruppen teilen und uns solidarisch verhalten.

Wir engagieren uns auch für bestimmte Projekte der Schwesterkirchen und der drei politischen Gemeinden.

Wir knüpfen Kontakt zu Nachbarpfarreien, zum Bistum und zu kirchlichen Organisationen im Rahmen der Ökumene.

Wir schenken Information von und nach aussen Beachtung und reden öffentlich von dem, was uns wichtig ist und betreiben so sinnvolle Öffentlichkeitsarbeit.

Vernetzung nach innen

"Und alle, die gläubig geworden waren, bildeten eine Gemeinschaft". (Apg 2,44)

Mitglieder unserer Pfarrei sind demnach alle Getauften, die im Pfarreigebiet wohnen oder sich regelmässig in der Pfarrei engagieren. In dieser Gemeinschaft braucht es das Miteinander und Füreinander der Mitarbeitenden, der Kirchenpflege als Administrativgremium, des Pfarreirates als örtlichem Seelsorgerat, der vielen Pfarreigruppierungen mit ihren besonderen Ausrichtungen, aber auch der lose Dazugehörenden, die alle mit ihrer Kirchensteuer die materiellen Voraussetzungen für das Leben der Pfarrei bilden. Eine solche Vernetzung fördert den Gemeinschaftssinn und das Bewusstsein, miteinander dem Leben zu dienen, sowie die Botschaft Jesu Christi in unserer Welt wach zu halten.

 Wir wollen diese Vernetzung nach innen wie folgt sicherstellen:

Die organisatorischen Gremien treffen sich regelmässig, um im Dienste der ganzen Pfarrei zu informieren und zu koordinieren.

Gemeinsame Treffen geben den verschiedenen Pfarreigruppen über ihre Delegierten Gelegenheit zur Aussprache und gegenseitiger Wahrnehmung.

Wir stellen einen allen dienenden Informationsfluss sicher. Unbefriedigendes sprechen wir aus. Wir fördern aufbauende Kritik.

Konflikte suchen wir rechtzeitig zu erkennen und dafür Lösungen zu finden, ohne Verlierer zu schaffen.

Schlussbemerkungen

Das vorliegende Leitbild ist das Ergebnis eines öffentlichen Prozesses. Es ist entstanden durch einen Auftrag des Pfarreirates an eine fünfköpfige Steuerungsgruppe mit ihrem Berater.

Dieses Gremium organisierte eine öffentliche Umfrage, gegen 40 Interviews und eine öffentliche Leitbildtagung. Der daraus entstandene Leitbildentwurf wurde zur öffentlichen Vernehmlassung frei gegeben. Das überarbeitete Leitbild wurde von den Seelsorgern, vom Pfarradministrator und schliesslich vom Generalvikariat gutgeheissen. Es ist für alle auf der Homepage der Pfarrei abrufbar und im Pfarreisekretariat in gedruckter Form verfügbar. 

Der Pfarreirat wird aus dem Leitbild einen Massnahmenkatalog ableiten und diese Massnahmen in der Reihenfolge ihrer Dringlichkeit in die Jahresplanung einfliessen lassen. Wichtige Schritte sollen auf der Pfarreiseite des forums bekannt gemacht werden.

Zudem übernimmt der Pfarreirat auch die periodische Aktualisierung des Leitbildes aufgrund von neuen Schwerpunkten in der Pfarrei oder von berechtigten Änderungswünschen von Pfarreigruppierungen.

Allen, die in irgend einer Weise an unserem Pfarreileitbild beteiligt waren, danken wir herzlich.

Dieses Leitbild soll in doppelter Hinsicht dem Leben dienen: Einerseits in der Pfarrei, dass jede und jeder immer überzeugter nach dem Beispiel Jesu lebt; andererseits über die Pfarrei hinaus, dass wir in der Gesellschaft die Frohe Botschaft am Leben erhalten.

Birmensdorf, 19.11.2003 / Steuerungsgruppe

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